17.08.22 - Tag 2 auf dem Surfboard
Heute Nacht hab ich echt gut geschlafen. Wir hatten gleich zwei Ventilatoren im Zimmer stehen, der Typ im anderen Bett braucht wohl einen auf Vollgas, der komplett auf ihn pustet. Das hat in dem kleinen Raum so abgestrahlt, dass es für mich auch komplett ausreichend war 🤣
Gegen halb 9 stand ich auf und machte erst mal den gestrigen Blog fertig. Dann packte ich meine Sachen und lief in Richtung Strand. Unterwegs frühstückte ich Nutella-Kokos-Roti (ähnlich wie ein Crêpe, aber mit diesem Roti-Teig) und Mangosaft. Dann ging es zum Baby-Point zur 2. Surfstunde. Die verlief ähnlich wie die gestrige, wobei ich tendenziell schon immer weiter kam. Leider waren die Wellen nicht so gut, zwischendurch gab es einige Zwangspausen.
Nach der Stunde lief ich zum Hostel zurück, das liegt halt wirklich genial zum Surfen, auch wenn das nicht so geplant war. Dort duschte ich Sand und Salz ab und bekam einen Fast-Cappuccino (mit Sri Lankan Coffee, die anderen Bohnen waren aus). Dabei unterhielt ich mich mit einem Mutter-Tochter-Duo aus dem Allgäu (Mutter Lehrerin...), die hier immer zum Frühstück herkommen. Der Anteil an Deutschen ist extrem gestiegen in den letzten Tagen.
Gegen 12 lief ich wieder zum Strand und fand ein kleines halbschattiges Plätzchen, wo ich mich ausbreitete und etwas las. Später ging ich dann wieder auf einen kleinen Falafel-Snack in die Strandbar meines Vertrauens und wurde schon wie ein Stammgast begrüßt. Dauert zwar etwas (aber das tuts hier überall), aber ist echt lecker.
Es war schon fast drei, als ich mich zur nächsten Surfstunde aufmachte. Jetzt sahen die Wellen auch wieder etwas besser (und konstanter) aus. Nach zwei weiteren Wellen mit Anschieben war dann endlich der Moment gekommen, als es hieß "paddle"! Und auch das klappte erstaunlich gut. Je nach meinen Paddelkünsten bekam ich zusätzliche Schubhilfe, aber Kamal meinte, einen großen Teil der Wellen hätte ich ganz alleine geschafft. Er dreht mich halt in die richtige Richtung und gibt genau Kommando, wann ich anfangen muss und in welchem Moment ich aufstehen muss. Wobei ich gefühlt auch immer etwa dann aufstehen wollte. Hat auf jeden Fall echt Spaß gemacht! Morgen früh gibts dann noch ne Stunde und je nachdem werde ich mir dann nachmittags oder erst übermorgen einfach mal ein Brett leihen (3-4€ pro Tag...) und es alleine versuchen.
Danach saß ich noch etwas am Strand und las, irgendwann kamen Kathi und Matze vorbei und wir kuckten, analysierten (und lästerten) gemeinsam. Der typische Russe macht auf dem Brett aber einfach keine gute Figur 🤣 Hier das Warten auf die perfekte Welle...
Gegen sechs liefen wir dann zurück, ich duschte mich und versorgte meine Verletzungen. Nee, so schlimm ist es nicht, das Transalp-Knie ist halt wieder offen und meine großen Zehen sind unten dummerweise völlig verschrammt, das tut etwas weh beim Laufen...
Danach begann ich mit dem Blog. Um acht lud mein Hostel heute zum großen sri-lankischen Dinner. Kathi und Matze kamen auch, insgesamt waren wir bestimmt 12 Leute. Und der arme Kerl in der Küche hatte wirklich alles gegeben. Er hat wohl gestern schon angefangen mit den Vorbereitungen. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Als Vorspeise gab es indische Pani Puri und Dahi Puri (frittierte, hohle Teigkugeln, die gefüllt werden), die tierische Nachbarschaft wartete auch schon sehnsüchtig aufs Essen.
Als Hauptgang folgten dann die verschiedensten lokalen Gerichte. Curry, Dhal und einiges mehr, wovon ich nicht mal weiß, was es ist. Alles veggie und richtig gut.
Zum Nachtisch dann noch Eis und Obst in den Puris, die es schon zur Vorspeise gab. Später saßen wir noch zusammen, unterhielten uns bzw. lauschten den vogelwilden Theorien einiger Surfer 🙈
Gegen 10 löste sich die Runde irgendwie auf und eine halbe Stunde später war ich mit Kindle im Bett.
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