25.12.21 - Lange Anreise nach Ägypten
Nach einer gar nicht mal so guten Nacht, erlöste mich um dreiviertel 7 der Wecker. Ob ich irgendwann mal ruhig schlafe, wenn ich am nächsten Tag früh zum Flughafen oder Bus muss?!? Man sollte doch meinen, ich hätte langsam etwas Routine…
Ich packte die letzten Teile in meinen magersüchtigen
Rucksack, schmierte zwei Semmeln und drehte den Radio auf: Sky and Sand, wenn
das kein Zeichen ist! Mein absolutes Lieblingslied! 😎
Dann gings mit dem Auto zum Bahnhof und dort in einen quasi
völlig leeren Zug – nicht mal einen Schaffner habe ich bis Zwickau gesehen.
Dementsprechend ruhig war die Fahrt auch. In Zwickau hatte ich eine halbe
Stunde zum Umsteigen in die S-Bahn und dort war zum Glück auch Kaffee zu
bekommen. Die S-Bahn Richtung Halle war dann zumindest anfangs auch nicht
voller und bis zum Schluss eher leer.
Mein Checkin lief absolut reibungslos, ich konnte sogar
zwischen Gang und Fenster wählen. Fenster hat gewonnen… Mein Rucksack ist
wirklich untergewichtig, sensationelle 10,4kg, so wenig wie noch nie (selbst in
Indien waren es 13, aber da war ich auch noch unerfahren). Man mag nun sagen,
klar, du fährst ja nur zwei Wochen weg. Aber daran liegt es nicht, denn auch
sonst habe ich nur Kleidung für 10 Tage dabei. Das einzige, was fehlt, sind
Regenjacke (dafür die dünne Daunenjacke) und Schirm, ein zweites Paar Schuhe
(außer Flipflops) sowie das große Objektiv für die Kamera. Keine Ahnung, wie es
so unglaublich leicht werden konnte…
Also nicht wirklich leichter suchte ich mir ein verstecktes
Eckchen, wo ich ohne Maske rumsitzen konnte. Dann ging es in Richtung Gates, wo
ich dann doch noch auf ein geöffnetes Café traf. Da ich immer noch Zeit hatte –
es war kurz nach 12 und um 12.50 Uhr ist Bording, der Security-Check kann hier
auch nicht ewig dauern – gab es noch einen großen Cappuccino und ich nutzte den
Tisch, um den Blog schon mal zu beginnen. Das ist ein Nachteil am Surface, da
es keine stabile Verbindung zur Tastatur hat, ist es schwer, auf dem Schoß zu
tippen…
Dass ich im totalen Urlaubsflieger gelandet war, merkte ich
dann allerspätestens am Applaus bei der Landung… Nichts wie raus hier, aber die
nächste Stunde wurde es noch nicht besser. Ich kam mir vor wie auf dem Bazar
zwischen TUl und Sonnenklar-TV Marktschreiern, die ihre Schäfchen zusammen
trommelten. Ich war offensichtlich der einzige selbständig reisende Wolf hier.
Ganz allein besorgte ich mir mein Visum und reihte mich bei der Passkontrolle
ein. Das dauerte wahrscheinlich nochmal ne Stunde, aber ich hatte ja reichlich
Zeit. Es war acht, als ich durch war, mein Großer wartete brav auf dem
inzwischen ausgeschalteten Förderband. Schnell noch Geld am ATM gezogen – ohne
Gebühren – dann ging es nach draußen. Da das Flughafen-Wifi natürlich streikte,
kaufte ich mir für etwa 6 € eine Simkarte. Nun konnte ich mir also endlich ein
Uber rufen und die Pauschaltouristen hinter mir lassen.
Draußen war es ziemlich frisch - relativ gesehen - nur 18°
C. Mohammed, mein netter Fahrer, brachte mich für wenig Geld zur Station von
Go-Bus. Er freute sich sehr über meine fünf Wörter arabisch und versuchte mir
noch ein paar weitere beizubringen. Um 9 kamen wir an. Da der Bus erst um 11
fährt, hatte ich noch etwas Zeit, mir in der Parkanlage zwischen der Straße die
Füße zu vertreten. Jetzt ist es fast 10, ich sitze im Wartesaal und schreibe
den Blog fertig. Hochladen werde ich ihn dann morgen, wenn ich in Kairo im
Hostel bin. Offiziell soll der Bus um 6 Uhr schon ankommen. Schauen wir mal…
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